Short Cuts

Ist die Nachhaltigkeitskommunikation am Ende?

09.01.26

Ja und nein.

Ja, weil wir seit Jahrzehnten dieselben Rituale der Kommunikation erleben. Fast alle finden Nachhaltigkeit gut – etwas dafür tun sollen meist die anderen.

Nein, weil Klimakrise und soziale Gegensätze nicht verschwinden, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ihre Prioritäten verschieben. Für das Überleben der Menschheit gibt es keine Alternative zu einer intakten Natur und einem friedlichen Miteinander.

Und: Der öffentliche Eindruck täuscht. Die Bevölkerung denkt positiver über Nachhaltigkeit als die meisten glauben. Viele Unternehmen engagieren sich stärker als öffentlich wahrgenommen wird. Die sozialpsychologische Forschung nennt dieses Phänomen „Pluralistische Ignoranz“. Eine kognitive Verzerrung, die durch Kommunikation korrigiert werden kann.

Dafür muss die Nachhaltigkeitskommunikation ihr volles Wirkungspotenzial entfalten, indem sie Impulse und Initiativen von innen (bottom-up) und außen (outside-in) aufgreift und in einen Lern- und Entwicklungsprozess überführt. Erst die Umwandlung von informeller in formelle Kommunikation macht interne und externe Dynamiken für die Nachhaltigkeitstransformation nutzbar.

Die Nachhaltigkeitskommunikation muss Mitarbeitende, Führungskräfte und externe Stakeholder frühzeitig einbinden und aktiv beteiligen. Dafür muss sich das Kommunikationsmanagement umstellen auf beziehungs- und beteiligungsorientierte Analysen, Strategien, Formate und Controlling-Ansätze.

Ich danke dem PR-Journal, dass ich diese Gedanken und ihre Konsequenzen für das Management der Nachhaltigkeitskommunikation von Unternehmen in einem aktuellen Gastbeitrag entwickeln und darstellen durfte.

Hier geht’s zum vollständigen Gastbeitrag im PR-Journal.

(Foto: Wesley Tingey, Unsplash)