Krisenkommunikation
Der Fall: Ein Lebensmittelhersteller gerät in Verdacht, dass Erkrankungen mit Listerien möglicherweise auf eines seiner Produkte zurückzuführen sind. Ein erster Betroffener liegt schwer erkrankt im Krankenhaus.
In wenigen Minuten beginnt die eilig einberufene Pressekonferenz.
❓ Mit welchen Statements begegnet das Management- und Kommunikationsteam des Unternehmens der Situation?
❓ Welche Fragen stellen die Journalisten von Lokal-, Wirtschafts- und Fachpresse sowie Radio und Boulevard-Medien?
❓ Wie reagieren große Handelspartner, Verbraucherschutzverbände und Social-Media-Communities?
Starker Druck, hohe Komplexität, extrem kurze Vorbereitungszeit, Unsicherheit bei allen Beteiligten, Stress durch zusätzliche Emotionalisierung.
So geschehen letzten Samstag im Kurs „Krisenkommunikation“ des Studiengangs „Medien- und Kommunikationsmanagement“ an der Hochschule Landshut.
Mit dabei: Studierende des Studiengangs „Neue Medien und Interkulturelle Kommunikation“ unseres Kollegen Prof. Dr. Till Krause. Sie haben die Rollen von Journalisten übernommen. Und die hatten es in sich.
Erste Learnings:
💡 Krisen sind kein Schönheitswettbewerb.
💡 Gute Vorbereitung ist extrem wichtig.
💡 Fakten geben Sicherheit.
💡 Emotionen haben Vorrang – machen aber erst mal sprachlos.
💡 Einfach, klar und verständlich kommunizieren.
💡 Keine Spekulation – nur sagen, was sicher und belegbar ist.
Die perfekte Vorbereitung gibt es nicht. Die eigene Haltung gegenüber der Krise hilft bei Unvorhersehbarem.
Vielen Dank an die Studierenden, die sich in dieses Experiment gewagt und sehr gut geschlagen haben. An die „Journalistinnen“ für ihre kritischen Fragen und die emotionalen Einlagen der „Betroffenen“. Und an die „wissenschaftlichen Mitarbeitenden“ des Forschungsinstituts, die die Krisen-Pressekonferenz professionell beobachtet und ausgewertet haben.
Es hat uns allen riesigen Spaß gemacht!
(Foto: Kane Reinholdtsen, Unsplash)
