Short Cuts

Die Nachhaltigkeitstransformation ist kein Change

26.03.26

Die nachhaltige Entwicklung von Unternehmen erlebt ein Roll-back

Unternehmen frieren ihre Maßnahmen ein. Die Politik schiebt verabschiedete Richtlinien auf. Man konzentriert sich auf das Wesentliche und praktisch Machbare. Dabei wird ein zentraler Punkt übersehen: Viele Unternehmen begreifen die Veränderung nicht als Transformation, sondern versuchen, sie mit den Mitteln des Change-Managements umzusetzen.

Meine Überlegungen zur Rolle der Kommunikation in der Transformation habe ich in den letzten Monaten in mehreren Veröffentlichungen vorgestellt. Angesichts des (Gegen)Drucks auf die nachhaltige Entwicklung von Unternehmen konnte ich sie jetzt in der neuesten Ausgabe des „Kommunikationsmanager“ (F.A.Z. Institut) konkretisieren.

Meine Thesen lauten:

  • Auch die Nachhaltigkeitstransformation ist kein Change. Sie Teil einer grundlegenden Veränderung hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft. Davon sind alle Akteure betroffen. Unternehmen können sich dem nicht entziehen.
  • Die Nachhaltigkeitstransformation ist kein linearer Prozess von begrenzter Dauer. Ihr Verlauf ist offen und kennt kein vorhersehbares, definiertes Ende. Sie ist ein kontinuierlicher Lern- und Entwicklungsprozess und wird maßgeblich von externen Faktoren beeinflusst. Deswegen ist sie nicht in demselben Maße planbar und steuerbar. Das erfordert veränderte Konzepte für Management und Führung.
  • Die Nachhaltigkeitstransformation lebt – im wahrsten Sinne des Wortes – von der Kommunikation. Laterale Führung, kontinuierliche Beteiligung und Feedbackformate ersetzen Top-down-Steuerung und Kaskaden-Kommunikation.

Den Gastbeitrag findet Ihr in meinen Veröffentlichungen [PDF].

(Grafik: Kommunikationsmanager, FAZ-Institut)